20.01.13 | 21:45 Uhr

Nach der Wahl – was wird aus Steinbrück und Rösler?

Es geht um mehr als die Macht am Maschsee: Die Niedersachsen wählen am Sonntag nicht nur einen neuen Landtag, sondern möglicherweise entscheidet ihre Stimme auch über das Schicksal einer ganzen Partei - und über deren Vorsitzenden. Sollte die FDP nicht die Fünf-Prozent-Hürde knacken, sieht es düster aus für Philipp Rösler. Der viel kritisierte Parteichef, so heißt es, müsse dann zurücktreten. Und auch für die Bundestagswahl im Herbst müsste sich die Partei ordentlich was einfallen lassen, damit die Liberalen nicht auch noch auf Bundesebene aus dem Parlament und in der Versenkung verschwinden.

Wahl in Niedersachsen  Fotograf: Clemens Bilan/Joerg Sarbach/Swen Pfoertner

Die Niedersachsenwahl wird vor allem für Peer Steinbrück und Philipp Rösler spannend.

Spannend wird der Sonntag auch für die SPD und ihren Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück. Einerseits könnten die Sozialdemokraten nach fast zehn Jahren wieder das Regierungszepter in Niedersachsen übernehmen. Andererseits wird auch das SPD-Wahlergebnis zu einem Gradmesser für die anstehende Bundestagswahl werden. Nachdem Kanzlerkandidat Steinbrück seit seiner Nominierung den Sozialdemokraten vor allem Negativschlagzeilen beschert hat, sinken die Zustimmungswerte für die SPD rapide.

Niedersachsenwahl = Schicksalswahl? Dieser Vergleich dürfte für die SPD samt Kanzlerkandidaten und die FDP samt Parteichef allemal zutreffen. Die erste Wahl im Jahr 2013 gibt einen Vorgeschmack auf die Bundestagswahl.

Was bedeutet das Wahlergebnis für Bundeskanzlerin Angela Merkel? Welche Folgen hat es für ihren Herausforderer Steinbrück? Bringt Hannover eine Lösung für die Führungskrise in der FDP? Ergeben sich neue Optionen für die Grünen?

Diese Fragen diskutierte Günther Jauch am Sonntagabend mit seinen Gästen.