10.03.13 | 21:45 Uhr

Den Managern ans Gehalt! Brauchen wir ein Gesetz gegen die Gier?

Bildmontage: Ein Schloß mit Kette vor Euroscheinen und Münzen. © Fotolia.com Fotograf: Michael Kempf, caldera

Schluss mit Millionenabfindungen?

Ein exorbitantes Begrüßungsgeld für den neuen Boss, eine millionenschwere Abfindung für den Vorstandschef, eine dicke Manager-Prämie beim Kauf oder Verkauf des Unternehmens: Ausgerechnet im Finanz-Eldorado Schweiz sollen diese Zahlungen künftig per Gesetz verboten werden. Das kleine Land verschreibt sich selbst ein härteres Aktionärsrecht – und die Welt schaut verdutzt auf die Eidgenossen.

Grund für die überraschende Wende ist ein Volksentscheid, bei dem vergangene Woche fast 68 Prozent der Schweizer für die "Initiative gegen Abzockerei" stimmten. Neben dem Verbot des 'goldenen Handschlags' sollen zudem in Zukunft Aktionäre über die Gehälter von Konzernchefs und Aufsichtsräten abstimmen und somit Gehaltsexzessen einen Riegel vorschieben können.

In Deutschland ist das Ergebnis des Schweizer Volksentscheids auf breite Zustimmung gestoßen. Vertreter aller Parteien fordern nun Ähnliches für Deutschland – selbst die FDP hat sich lobend geäußert. Einige Wirtschaftswissenschaftler, Manager und Politiker sehen das Thema jedoch kritisch – der Staat habe sich nicht in unternehmerische Entscheidungen einzumischen, sagen sie. Top-Arbeit verdiene auch ein Top-Gehalt. Und außerdem sei die ganze Diskussion um Millionengehälter doch eine reine Neiddebatte.

Gibt es ein gerechtes Gehalt? Brauchen wir ein neues Gesetz, das Managergehälter begrenzt? Ist ein Volksentscheid "gegen Abzockerei" in Deutschland denkbar?

Darüber diskutierte Günther Jauch am Sonntagabend mit seinen Gästen.