Kein Platz für Kinder – was wird aus dem Kita-Versprechen?

24.02.13 | 21:45 Uhr

Kein Platz für Kinder – was wird aus dem Kita-Versprechen?

Kinder in einer Kita © dapd Fotograf: Tim Schulz

Zahlreiche Eltern werden trotz Rechtsanspruch keinen Platz bekommen.

Es bedarf wohl einer beispiellosen Anstrengung, um noch zu schaffen, was die Politik im Jahr 2007 versprochen hat: Ab August 2013 hat jedes Kind in Deutschland ab dem ersten Geburtstag Anspruch auf einen Kita-Platz. 750.000 Plätze, so hieß es damals, müssten bis Sommer 2013 für Kleinkinder zur Verfügung stehen. Die Zahl ergab sich aus der Annahme, dass durchschnittlich 35 Prozent aller Kleinkinder im Alter von ein bis drei Jahren von ihren Eltern in eine Kita gegeben würden.

Aber zuletzt im November 2012 meldete das Statistische Bundesamt, dass noch etwa 220.000 Kita-Plätze fehlen würden. Und insbesondere aus Städten und Ballungsgebieten ist zu hören: Der tatsächliche Bedarf an Plätzen liegt weit über den Annahmen der Bundesregierung. So schaffen zwar viele Städte und Kommunen die vorgegebene Zahl von Kita-Plätzen für 35 Prozent der Kinder im entsprechenden Alter – doch tatsächlich gebraucht werden vielerorts Plätze für bis zu 60 Prozent der Kleinkinder.

Zahlreiche Eltern werden also trotz Rechtsanspruchs wohl keinen Platz bekommen. Einige Kommunen und Städte rechnen sogar mit einer Klagewelle von enttäuschten Eltern, die den Anspruch für ihr Kind juristisch geltend machen wollen.

Gelingt der versprochene Kita-Ausbau? Oder droht eine Klagewelle von Eltern, die das Recht auf einen Kita-Platz einfordern? Liegt im Ausbau der Kleinkind-Betreuung der Schlüssel zu einer erfolgreichen Familienpolitik?

Darüber diskutierte Günther Jauch am Sonntag mit seinen Gästen.

(852) Kommentare

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Moderation_SaS schrieb am 26. Februar 2013 um 17:09 Uhr:

[I]Liebe Nutzerinnen und Nutzer,[/I] [I]wir möchten uns herzlich für Eure zahlreichen Beiträge bedanken und freuen uns, wenn Ihr auch am Freitag wieder dabei seid, wenn es um ein neues Thema... | mehr

Marga schrieb am 26. Februar 2013 um 17:04 Uhr:

wes Geistes Kind?

Danke für das freundliche Wort im Mund herumdrehen, wenn man jemand nicht verstehen will, wird man ihn auch nicht verstehen können. Aber so werden mir ihre Motivation mehr als suspekt. | mehr

MamasUndPapas schrieb am 26. Februar 2013 um 16:58 Uhr:

Falsch zitiert

Ups, sie haben mich als Urheber genannt, bin ich aber nicht! | mehr

Emma schrieb am 26. Februar 2013 um 16:54 Uhr:

dann phantasieren sie mal schön weiter

Was phantasieren sie denn da zusammen? Habe bis auf ultrarechts alles gewählt, wenn es sinnvoll war, bin völlig ungebunden und bin nur auf der Hut wenn Sachdebatten von Parteidebatten okkupiert... | mehr

Kikuchiyo schrieb am 26. Februar 2013 um 16:53 Uhr:

Dazu möchte ich sagen, daß in Bezug zur Leiharbeit (body-leasing) die Grenzen zu dem Menschen selbst als Ware und dem Handel der Ware Arbeitskraft bei gleichzeitiger persönlicher Freiheit... | mehr