20.10.13 | 21:45 Uhr

Heilige Millionen – wozu braucht die Kirche so viel Geld?

Die millionenschweren Bauten des Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst haben nicht nur das Bistum Limburg erschüttert, sondern die gesamte Kirche in eine tiefe Glaubwürdigkeitskrise gestürzt: Die Zahl der Kirchenaustritte ist gestiegen, karitative Einrichtungen beklagen eine sinkende Spendenbereitschaft und Gläubige wie Nicht-Gläubige fragen sich zweifelnd: Verprasst die Kirche Steuergelder und Kirchenvermögen für Prunk und Protz?

Eine Person in einer Kirche hält drei Geldscheine in der Hand.

Wie viel Geld braucht die Kirche?

Tatsächlich ist das System der Kirchenfinanzen wenig transparent. Kaum jemand weiß, wohin die jährlich etwa 10 Milliarden Kirchensteuer tatsächlich fließen; nur wenige können nachprüfen, wofür Spendengelder und Kirchenvermögen verwendet werden. Die Debatte um den Protz-Bischof von Limburg hat zwar dafür gesorgt, dass einige Bistümer nun Einblick in ihre Kassen gewähren und ihre Finanzen zaghaft offen legen. Doch die Debatte über Kirchensteuer, die Trennung von Kirche und Staat sowie die Moral der Kirche kann das vorerst nicht aufhalten.

Welchen Schaden fügt der Fall Limburg der katholischen Kirche zu? Über wie viel Vermögen verfügen die Kirchen in Deutschland? Wofür wird das Geld ausgegeben? Ist eine Kirchensteuer überhaupt noch zeitgemäß?


Darüber diskutierte Günther Jauch am Sonntagabend mit seinen Gästen.