18.12.11 | 21:45 Uhr

Deutsche Gotteskrieger – Was macht den radikalen Islam attraktiv?

Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York gehört die Angst vor islamistischen Angriffen auch in Deutschland zum Alltag. Der Verfassungsschutz beobachtet laut aktuellem Bericht derzeit 29 islamistische Organisationen; Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) rechnet mit etwa 1.000 potenziellen Terroristen in Deutschland, von denen mehr als 100 "erhebliche Straftaten begehen könnten - das schließt auch einen Anschlag mit ein."

Screenshot eines Anwerbervideos von islamistischen Terroristen in deutscher Sprache

Screenshot eines Anwerbervideos von islamistischen Terroristen in deutscher Sprache.

Zahlreiche vereitelte Attentate in Deutschland zeigen: Die Behörden haben offenbar einen guten Überblick über die Lage und können mutmaßliche Terroristen rechtzeitig stoppen. Dass es aber immer wieder solche Anschlagspläne gab und gibt, macht deutlich, dass der islamistische Terror in Deutschland eine ernstzunehmende Bedrohung ist.

Wie gefährlich sind Konvertiten?

Der bislang spektakulärste deutsche Fall ist der der 'Sauerland-Gruppe', die 2007 während der Vorbereitung eines großen Sprengstoffanschlags überführt wurde. Ihr mittlerweile verurteilter Anführer war der junge Deutsche Fritz Gelowicz, der zum Islam übergetreten war und einer afghanisch-pakistanisch terroristischen Vereinigung angehörte.

Sind junge deutsche Konvertiten also eine besonders große Gefahr für uns? Warum sind gerade sie anfällig für eine Radikalisierung? Wie groß ist die Gefahr durch Islamisten in Deutschland? Und: Verwechseln wir Deutschen vielleicht allzu häufig den Islam mit gewaltbereitem Islamismus?

Diese Fragen diskutiert Günther Jauch am Sonntagabend im Anschluss an den NDR-Tatort 'Der Weg ins Paradies' mit seinen Gästen.