09.06.13 | 21:45 Uhr

Jahrhundertflut, die Zweite – haben wir denn nichts gelernt?

Passau kämpft gegen steigendes Hochwasser © dpa Fotograf: Armin Weigel

Sandsäcke gegen die Flut.

Erst elf Jahre ist es her, dass Teile Deutschlands von riesigen Wassermassen überschwemmt wurden. Die "Jahrhundertflut" hatte 2002 ganz Deutschland in Atem gehalten, Tausende verloren ihren Besitz in den Wassermassen, unzählige Gebäude wurde zerstört oder stark beschädigt. Mit viel Kraft und Mühe haben die Menschen seitdem ihre Häuser und Existenzen wieder aufgebaut und die Flutkatastrophe langsam vergessen gemacht.

Umso erschütternder sind die Bilder, die uns diese Woche aus Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg erreichten. Land unter von der Donau bis zur Elbe, ganze Ortschaften sind versunken, erneut haben Tausende Menschen ihr Hab und Gut verloren. Die Schäden sind noch nicht abzusehen, und von Entwarnung kann keine Rede sein. Denn nach dem Süden und dem Osten muss sich nun der Norden gegen die Flut rüsten. Viele sprechen von einer "Jahrhundertflut" – wieder einmal.

Haben wir beim Hochwasserschutz versagt?

Die aktuellen Bilder gleichen denen aus 2002 auf erschreckende Weise. Für viele Betroffene ist es unverständlich, dass sie abermals so heftig vom Hochwasser getroffen werden. 2002 wurden Milliardenhilfen versprochen, der Hochwasserschutz sollte vorangetrieben und professionalisiert werden, eine weitere Flutkatastrophe dadurch verhindert werden. Passiert ist offenbar nicht genug. Hat Deutschland also beim Hochwasserschutz versagt?

Wer und was hilft den Opfern der Flut? Haben wir nach dem Hochwasser 2002 nichts gelernt? Was muss sich beim Hochwasserschutz ändern?

Darüber sprach Günther Jauch am Sonntagabend mit seinen Gästen.