15.01.12 | 21:45 Uhr

Deutschland XXL – Brauchen wir Steuern auf Dickmacher?

Die meisten Menschen kennen das: Nach dem Weihnachtsfest und einem langen Silvesterabend zeigt die Waage ein paar Pfunde mehr an. Für viele ist das kein Problem; sie nehmen die angefutterten Kilos mühelos wieder ab und kehren schnell zu ihrem Normalgewicht zurück. Für einige ist der Blick auf die Waage aber eine echte Belastungsprobe – und das nicht nur nach Weihnachten.

Fettleibigkeit- vor allem in der Bauchregion ein Gesundheitsrisiko. © Alfred Schauhuber/Helga Lade Fotograf: Alfred Schauhuber

Jeder zweite Erwachsene in Deutschland ist übergewichtig. Das geht aus einer aktuellen Langzeitstudie der OECD hervor. 16 Prozent haben sogar so viel Übergewicht, dass sie als fettleibig gelten. Die gesundheitlichen Probleme Fettleibiger sind im wahrsten Sinne massiv: Das Herzinfarktrisiko steigt, die Gelenke werden über die Maßen belastet. Auch Kinder und Jugendliche erkranken bereits an Fettleibigkeit. 15 Prozent von ihnen haben Übergewicht, 6,3 Prozent sind adipös, und viele von ihnen werden ein Leben lang unter den Folgen zu leiden haben.

Um das für die Krankenkassen kostenintensive Problem Übergewicht in den Griff zu kriegen, haben einige Länder zu politischen Maßnahmen gegriffen. Dänemark beispielsweise hat im vergangenen Jahr eine Fettsteuer eingeführt, in Frankreich gibt es eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke, in Großbritannien werden Lebensmittel durch eine Lebensmittel-Ampel gekennzeichnet. Auch in Deutschland wird diskutiert, wie man verhindern kann, dass die Bürger immer dicker werden.

Ist Übergewicht ein individuelles, ein gesellschaftliches oder ein politisches Problem? Was bringen Lebensmittelampel, Fett- und Zuckersteuer? Welche Verantwortung trägt die Lebensmittelindustrie?

Diese Fragen diskutierte Günther Jauch am Sonntag mit seinen Gästen.