02.06.13 | 21:45 Uhr

Auslaufmodell Hausfrau – wie funktioniert Familie heute?

Noch vor 50 Jahren herrschte in Deutschland ein breiter gesellschaftlicher Konsens, wie eine anständige Familie auszusehen habe: Die Frau hatte die Hoheit über Küche, Wäsche und Kinder, der Mann verdiente alleine das Geld.

Ein Vater hält sein Kind auf dem Arm, die Mutter ein Notebook (Montage). © Fotolia.com, picture-alliance/ZB Fotograf: Franz Pfluegl, Patrick Pleul

Die Mutter arbeitet, der Vater bleibt zu Hause - ein modernes Familienmodell.

2013 ist von dieser Rollenverteilung nur noch wenig übrig, zahlreiche andere Formen des Familienlebens haben sich etabliert. Vor allem die Rolle der klassischen Hausfrau scheint ein Auslaufmodell zu sein: Laut Mikrozensus sind heute 60 Prozent der Mütter erwerbstätig, ein Großteil von ihnen in Teilzeit.

Doch diese Familiengestaltung kommt nicht überall gut an. Der Kölner Kardinal Meisner beklagte kürzlich, dass Frauen nicht mehr dazu ermutigt würden, "zu Hause zu bleiben und drei, vier Kinder auf die Welt zu bringen". Im Gegenteil: Sie würden in die Produktion geschickt anstatt unserem "sterbenden Volk" Nachwuchs zu schenken.

Das Ringen um das richtige Familienmodell wird nicht nur aus kirchlicher Sicht schnell zur Glaubensfrage. Kind & Karriere oder Vollzeit zu Hause? Die Debatte um Rabenmütter, Übermütter, Heimchen am Herd und Working Mums wird emotional geführt. Denn nicht nur junge Eltern fragen sich: Machen wir das richtig?

Ist das Leben als Hausfrau ein Auslaufmodell? Was kann jungen Familien echte Wahlfreiheit geben? Hängt die Entscheidung für Kinder überhaupt von Geld und Karriere ab?


Darüber diskutierte Günther Jauch am Sonntagabend mit seinen Gästen.