17.02.13 | 21:45 Uhr

Verschleppt und misshandelt – wie gelingt ein Leben danach?

Wie überlebt ein junges Mädchen 3096 Tage in der Gewalt eines psychopathischen Mannes, der sie im Keller seines Hauses gefangen hält? Wie überlebt ein Elfjähriger eine Entführung, bei der er mehrere Wochen angekettet in einem winzigen Holzverschlag zubringen muss? Welche Spuren hinterlassen Folter und Gewalt in einem iranischen Gefängnis bei einem Reporter?

Die Geschichten von Natascha Kampusch, Johannes Erlemann und Marcus Hellwig erzählen von unvorstellbarem Leid, Angst und Brutalität. Kampusch und Erlemann werden als kleine Kinder von Fremden entführt, eingesperrt und bedroht, sie haben keinen Kontakt zu anderen Menschen und sind ihrem Entführer völlig ausgeliefert. Marcus Hellwig reist als Reporter in den Iran, um über eine zum Tode verurteilte Frau zu berichten. Er fällt der Staatsgewalt zum Opfer, wird unter menschenunwürdigen Bedingungen in einem iranischen Gefängnis festgehalten und gefoltert.

Drei unterschiedliche Geschichten voll Brutalität und Todesangst - in allen drei Fällen haben die Opfer überlebt. Doch ihr Leben steht bis heute im Schatten der Entführungen.

Wie gelingt es Entführungsopfern, Gewalt und Todesangst auszuhalten? Woraus schöpfen Sie Hoffnung in der Gefangenschaft? Was hilft, das Erlebte zu verarbeiten? Wie funktioniert das Leben nach der Befreiung?

Über diese Fragen sprach Günther Jauch am Sonntag mit seinen Gästen.