02.09.12 | 21:45 Uhr

Achtung, Computer! Macht uns das Internet dumm?

Ein Junge sitzt vor einem Computer, der eine Facebook-Seite anzeigt © dpa

Völlig selbstverständlich: Ein Kind meldet sich bei Facebook an.

Die Erfindung des Internets ist fraglos ein Meilenstein in der neueren Geschichte. Zu Beginn ein elitäres Datennetz für wenige, ist es heute eine Informations- und Interaktionsplattform für die Massen. Fast 76 Prozent der Deutschen sind online, bei den Jugendlichen sind es sogar 100 Prozent, so die aktuelle ARD/ZDF-Onlinestudie. Ob im Bus, im Wartezimmer oder auf dem Schulhof – dank internetfähiger Handys, den Smartphones, ist man heute immer online.

Gerade für junge Menschen und Kinder ist der Umgang mit dem Internet nicht nur selbstverständlich, sondern auch praktisch. Mal schnell etwas googeln, unterwegs eine Mail schreiben oder bei Wikipedia nachschauen, wer eigentlich dieser Goethe war – in Zeiten von Internet und Smartphone kein Problem.

Oder etwa doch? Viele Eltern sehen diese Entwicklung kritisch. Statt Freunde zu treffen, wird im Internet gechattet. Statt Bücher zu lesen, wird online gesurft. Und dann noch Computerspiele! Sorgenvolle Eltern bekommen nun auch von wissenschaftlicher Seite die Bestätigung: Das Internet ist nichts für die Kleinen. Psychiater Manfred Spitzer geht in seinem aktuellen Buch sogar noch einen Schritt weiter und sagt, das Internet verdumme unsere Kinder. "Wir googeln uns blöd", kritisiert der Wissenschaftler. Besonders bei Kindern könnte das Surfen im Internet zu langfristigen Schäden des Hirns führen.

Verblöden wir tatsächlich durch den Umgang mit Computern und Smartphones? Ist die Angst vor den digitalen Medien reaktionär? Was bringt Medientraining in Kitas und Schulen?

Diese Fragen diskutierte Günther Jauch am Sonntagabend mit seinen Gästen.