27.11.11 | 21:45 Uhr

Generation doof - warum gibt es so viele Bildungsverlierer?

Fest gemauert in der Erden - Steht die Form, aus Lehm gebrannt. - Heute muß die Glocke werden. - Frisch Gesellen, seid zur Hand.

Schulklasse © picture-alliance / dpa

Was wird heute noch gelernt?

Haben Sie es erkannt? Richtig, dies sind die ersten Verse von Friedrich Schillers 'Das Lied von der Glocke'. Generationen von Schülern mussten es auswendig lernen, viele haben das umfangreiche Meisterwerk verflucht. Doch es gehörte schlicht zur Schulbildung dazu, die Klassiker rezitieren zu können, die Grundrechenarten zu pauken und Disziplin und Fleiß an den Tag zu legen.

Die 'guten alten Zeiten' wünschen sich heute viele zurück. Sie beklagen eine vermeintliche Verdummung der Schüler und glauben, dass in der Schule keine ‚echte‘ Bildung mehr vermittelt werde. Auch die Wirtschaft klagt über Absolventen, die nicht einmal mehr über einfachstes Grundwissen verfügen würden. Studien belegen zwar, dass Schüler heute immer mehr wissen und mehr lernen müssen als noch vor zehn Jahren. Zugleich wird aber auch die Schere zwischen den 'guten' Schülern und denen, die durchs Raster fallen, von Jahr zu Jahr größer.

Wer ist schuld an der Bildungsmisere? Lernen unsere Kinder überhaupt das Richtige? Werden Disziplin und Fleiß vernachlässigt? Wie kann ein gerechtes Bildungssystem aussehen? Und: Ist Google mittlerweile wichtiger als Goethe? Diese Fragen diskutierte Günther Jauch am Sonntag mit seinen Gästen.