02.03.14 | 21:45 Uhr

Armes Deutschland, reiches Deutschland – wie ungerecht ist das Geld verteilt?

Deutschland geht es prächtig: Die Wirtschaft boomt wie in kaum einem anderen Land, die Arbeitslosenquote sinkt, die Kauflaune steigt. Mehr als sieben Billionen Euro Vermögen haben die Deutschen angesammelt – eine gigantische Zahl mit zwölf Nullen. Kein Wunder, dass vor allem europäische Nachbarn neidisch auf den 80-Millionen-Einwohner-Staat blicken.

Bettler und eine junge reiche Frau mit Einkaufstaschen. (Symbolfoto) © imago/INSADCO Fotograf: imago/INSADCO

Die Schere zwischen Arm und Reich klafft in Deutschland weit auseinander.

Den armen Menschen in Deutschland bringt das kleine Wirtschaftswunder jedoch wenig, so das Ergebnis einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). In keinem anderen Euro-Land sei der Reichtum so ungleich verteilt wie bei uns, nirgendwo sonst klaffe die Schere zwischen Arm und Reich so weit auseinander und besäßen einige wenige so viel. Während das reichste Prozent der Bevölkerung über ein persönliches Vermögen von jeweils mindestens 800.000 Euro verfügt, so die Studie, könne ein Fünftel aller Erwachsenen gar kein Vermögen aufweisen. Sieben Prozent hätten sogar mehr Schulden als Besitz und vor allem Arbeitslose müssten mit starken Einbußen rechnen.

Die DIW-Studie hat in dieser Woche für Aufsehen gesorgt. Dass ausgerechnet in einem der wohlhabendsten und wirtschaftlich erfolgreichsten Länder die Armen nicht vom Aufschwung profitieren können, wirft Fragen auf.


Wie groß ist die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland? Welche Gründe, welche Folgen hat die ungleiche Vermögensverteilung? Brauchen wir höhere Steuern oder eine andere Umverteilung?


Darüber diskutiert Günther Jauch am Sonntagabend mit seinen Gästen.