13.04.14 | 21:45 Uhr

„Wie geht es Michael Schumacher?“ – Prominente und die Grenzen der Berichterstattung

Die Nachricht kommt kurz vor Silvester und geht binnen Minuten um die Welt: Rekordweltmeister und Ex-Formel-1-Pilot Michael Schumacher hat sich bei einem Skiunfall in Frankreich lebensgefährlich verletzt.

Michael Schumacher © imago

Vor mehr als 100 Tagen verletzte sich Michael Schumacher schwer bei einem Skiunfall.

Kaum ist die Nachricht durchgesickert, schwappt eine riesige Schumi-Sympathie-Welle um den Globus und Medien mobilisieren alle Kräfte, um im Sekundentakt über den Gesundheitszustand Schumachers zu berichten. Kamerateams und Fotografen versammeln sich vor der Klinik, Fans pilgern nach Grenoble, im Internet posten Tausende Menschen ihr Mitgefühl, Weggefährten Schumachers melden sich zu Wort – sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel drückt in einem kurzen Statement ihr Bedauern aus.

Auch heute, mehr als 100 Tage nach Schumachers Unfall, sind die Zeitschriften, TV-Beiträge und Internetseiten noch immer voll mit Berichten und Meldungen über das Schicksal des Ausnahmesportlers. Während sich die Familie und das Management zurückziehen und nur wenig über die Genesung des Koma-Patienten preisgeben, überschlagen sich einige Boulevard-Medien geradezu mit Spekulationen, Mutmaßungen und reißerischen Schlagzeilen.

Wie geht es Michael Schumacher? Ist die Reaktion der Presse auf Schumachers Schicksal angemessen? Wie arbeiten Boulevardmedien? Welches Recht haben Prominente auf Privatleben?

Darüber diskutiert Günther Jauch am Sonntagabend mit seinen Gästen.