18.10.15 | 21:45 Uhr

Pöbeln, hetzen, drohen - wird der Hass gesellschaftsfähig?

Mit ihrer "Wir schaffen das"-Aussage hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) klar Stellung in der Flüchtlingsfrage bezogen - und damit nicht nur in ihrer eigenen Partei Widerstand provoziert. Viele Bürger sehen die aktuelle Flüchtlingspolitik kritisch und machen sich Sorgen, ob und wie Deutschland mit der großen Anzahl an Flüchtlingen und Asylsuchenden zurechtkommen könne.

Doch während die einen zu Hause, in der Schule oder am Arbeitsplatz mit Freunden und Bekannten lediglich ihre Ängste diskutieren, werden andere immer radikaler: Sie schreiben Hass-Mails an Politiker, fluten Internetforen mit rassistischen Kommentaren und skandieren bei Demonstrationen ganz offen fremdenfeindliche Parolen. Manche lassen ihren Worten sogar Taten folgen: Die Zahl rechter Gewalttaten und Übergriffe auf Asylunterkünfte ist im vergangenen Jahr massiv gestiegen.

Teilnehmer der Pegida Demonstration halten am 12. Oktober 2015 in Dresden einen Galgen hoch, an dem Schilder mit der Aufschrift "Reserviert Angela 'Mutti' Merkel" und "Reserviert Siegmar 'das Pack' Gabriel" zu sehen sind. © dpa - Bildfunk Fotograf: Nadine Lindner

Pöbeln, hetzen, drohen - wird der Hass gesellschaftsfähig?
Vorurteile, Wut und Hass: In der aktuellen Flüchtlingsdiskussion wird der Ton auf der Straße und im Internet immer rauer und aggressiver. Während die einen "nur" Ängste formulieren, schreiben die anderen Hass-Mails und skandieren auf Demonstrationen fremdenfeindliche Parolen. Die Sendung vom Sonntagabend.

Woher kommt die Wut? Wer sind diese Menschen, die sich so offen fremdenfeindlichen äußern? Wie sollten Politik und Gesellschaft mit dem Hass umgehen? Wo ist die Grenze?

Darüber diskutiert Günther Jauch am Sonntagabend mit seinen Gästen.