30.03.14 | 21:45 Uhr

Luxusgut Wohnen – wird die Miete unbezahlbar?

Die Wohnungssuche wird immer schwieriger – vor allem in deutschen Städten und Ballungsgebieten. Während zahlungskräftige Mieter schnell schicke Wohnungen in bester Lage finden, haben "Otto-Normalverbraucher" das Nachsehen: Sie können sich die steigenden Mieten einfach nicht mehr leisten. Viele müssen sogar ihre Wohnungen verlassen, weil diese nach einer Luxussanierung um ein Vielfaches teurer und somit für den kleinen Geldbeutel unerschwinglich werden.

Luxussanierte Wohnungen in Berlin © dpa Fotograf: Jens Kalaene

Ein Altbau wird in ein schickes Wohnareal umgewandelt.

Je größer die Nachfrage nach Wohnraum wird, desto teurer können Vermieter ihre Wohnungen anbieten – und desto mehr lohnt es sich auch für Investoren, Häuser hochwertig zu sanieren und anschließend teuer weiterzuverkaufen. Auch Makler profitieren von der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt: Wer eine Wohnung mieten möchte, muss häufig mehrere tausend Euro Maklergebühr zahlen. Ist er dazu nicht bereit, wird er als potenzieller Mieter von vornherein ausgeschlossen - ohne Makler keine Wohnung.

Gegen explodierende Mietpreise, Luxussanierungen, Mietwucher und Maklerabzocke will die Große Koalition jetzt eine Preisbremse installieren. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat vergangene Woche einen ersten Entwurf dafür vorgelegt. Und während Mieter die Umsetzung der Mietpreisbremse herbeisehnen, regt sich bei Vermietern und Maklern Protest.


Leben bald nur noch Reiche und Gutverdiener in den Ballungszentren? Was sind die Gründe für die Explosion der Mietpreise? Können Mietpreisbremse und sozialer Wohnungsbau der Wohnungsnot ein Ende setzen?


Darüber spricht Günther Jauch am Sonntagabend mit seinen Gästen.