23.02.14 | 21:45 Uhr

Lustobjekt Kind – was tun gegen das böse Geschäft mit nackten Jungen und Mädchen?

Symbolfoto Kinderpornografie © dpa

Warum darf man Bilder nackter Kinder im Internet kaufen?


Der Fall Edathy hat die Bundesregierung in ihre erste großen Krise gestürzt und deutschlandweit eine Debatte ausgelöst – nicht nur über Mauscheleien in der Politik, sondern vor allem über Pädophilie, Kindesmissbrauch und Gesetzeslücken: Warum ist es erlaubt, sich Bilder von nackten Kindern zu kaufen? Wer sind die Menschen, die mit kinderpornografischem Material Geschäfte machen? Wie soll man mit Pädophilen in unserer Gesellschaft umgehen?

Beim Thema Pädophilie und Kindesmissbrauch schrillen in den Köpfen alle Alarmglocken, schnell werden Menschen mit pädophiler Neigung als "Kinderschänder" verurteilt. Doch nicht jeder Pädophile missbraucht Kinder – viele werden ihr Leben lang nicht "übergriffig" und ihre Neigung bleibt im Fantasiebereich. Experten gehen davon aus, dass es deutschlandweit etwa 250.000 Menschen mit pädophiler Neigung gibt, zumeist Männer.

Die Debatte um den Fall Edathy hat den Fokus aber auch auf die Opfer des Missbrauchs gelenkt: Kinder, die für kinderpornografische Bilder und Videos missbraucht werden und ein Leben lang unter den Folgen leiden. Und Kinder, die zwar nicht körperlich missbraucht werden, deren sogenannte "Posing"-Bilder aber verkauft und gekauft werden dürfen und somit Erwachsenen zur sexuellen Befriedigung dienen können.


Brauchen wir schärfere Gesetze, um Kinder vor sexuellen Übergriffen zu schützen? Wie sollen wir als Gesellschaft mit Pädophilen umgehen? Boomt das Geschäft mit Kinderpornografie erst dank des Internets?


Darüber diskutiert Günther Jauch am Sonntagabend mit seinen Gästen.