14.12.14 | 21:45 Uhr

Frustbürger und Fremdenfeinde – wie gefährlich sind die neuen Straßen-Proteste?

„Pegida“ auf dem Vormarsch. Am vergangenen Montag gingen allein in Dresden 10.000 Menschen unter dem Slogan „Wir sind das Volk“ auf die Straße und demonstrierten mit Plakaten und Sprechchören für ihr Anliegen: Die „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ warnen vor einer vermeintlich überbordenden Flüchtlingswelle, Asylmissbrauch sowie einer angeblichen Islamisierung unserer Gesellschaft.

Was vor wenigen Wochen mit einigen hundert Demonstranten begann, wird von vielen mittlerweile mit großem Unbehagen beobachtet. Denn obwohl sich die meisten „Pegida“-Anhänger von Rechtsextremisten und jeglicher Form von Gewalt distanzieren, demonstrieren sie Seite an Seite mit Neonazis und Hooligans.

Auch die politischen Parteien sind sich unsicher, wie sie auf die neuen „Wutbürger“ reagieren sollen. Müssen sie sich von „Pegida“ klar abgrenzen, die Bewegung als extrem rechtskonservativ einstufen und schlicht ignorieren – oder sollen sie die Demonstranten mit ihren Ängsten und Sorgen ernst nehmen? Einzig die AfD hat sich bislang klar zu „Pegida“ positioniert: Sie unterstützt das Anliegen der Demonstranten.


Wer sind die Demonstranten, welche Motive und Forderungen haben sie? Ist die „Pegida“-Bewegung Ausdruck eines gesellschaftlichen Rechtsrucks oder Hinweis auf ernst zu nehmende Ängste? Sind die ablehnenden Reaktionen auf die Bewegung übertrieben oder angemessen? Welche Verantwortung hat die Politik, wie sollte sie reagieren?


Darüber diskutierte Günther Jauch am Sonntagabend mit seinen Gästen.