05.10.14 | 21:45 Uhr

Der Folter-Skandal – versagt unsere Flüchtlingspolitik?

Ein Mann liegt auf dem Boden, gefesselt, wehrlos. Ein anderer steht über ihm, drückt ihm seinen Stiefel in den Nacken.

Das Bild, das dieser Tage um die Welt ging, zeigt, wie ein Wachmann in einem deutschen Flüchtlingsheim einen Flüchtling demütigt und schikaniert. Ein Einzelfall? Nein. Ein Video ist aufgetaucht, das zeigt, wie Wachmänner einen Flüchtling zwingen, sich in sein Erbrochenes zu legen. Möglicherweise haben sie ihn zuvor sogar geschlagen. Auch aus anderen Flüchtlingsunterkünften werden Vorwürfe gegenüber Wachhabenden laut.

Dass in deutschen Flüchtlingsunterkünften zum Teil katastrophale Zustände herrschen, ist bekannt. Zu viele Menschen auf zu wenig Raum. Schlechte hygienische und medizinische Bedingungen. Kaum psychologische Betreuung. Die Bilder der Misshandlungen haben der Debatte um die Flüchtlingspolitik in Deutschland und den Umgang mit Asylsuchenden nun aber eine neue Dimension gegeben.

Wie menschenunwürdig geht es in unseren Flüchtlingsunterkünften tatsächlich zu? Wer trägt die Verantwortung für die herrschenden Zustände? Wie muss eine Asylpolitik aussehen, die Menschen, welche vor Gewalt und Willkür aus ihren Heimatländern zu uns geflohen sind, sicheren Schutz bietet?


Darüber diskutierte Günther Jauch am Sonntagabend mit seinen Gästen.