19.04.15 | 21:45 Uhr

Das Flüchtlingsdrama! Was ist unsere Pflicht?

Tragödie im Mittelmeer: Nahe der libyschen Küste und vor Lampedusa sind in den vergangenen Tagen zwei Flüchtlingsboote mit mehr als 1.000 Menschen an Bord gesunken. Nur wenige sollen überlebt haben. Sollten sich die Befürchtungen bewahrheiten, sind diese Woche im Mittelmeer mehr Menschen ums Leben gekommen als bei der Flüchtlingstragödie 2013 vor der Küste Lampedusas. Damals ertranken mehr als 360 Flüchtlinge.

Bootsunglücke wie diese sind keine Seltenheit, sondern Alltag im Mittelmeer. Jeden Tag versuchen Menschen aus Krisenregionen, Europa über das Meer zu erreichen. Sie erhoffen sich ein Leben in Sicherheit und Frieden und sind dafür bereit, die gefährlichen Überfahrten in meist überfüllten und teilweise seeuntauglichen Booten auf sich zu nehmen. Nicht selten kentern die Boote. Allein in der letzten Woche, so die italienische Küstenwache, seien etwa 10.000 Flüchtlinge von den Booten oder aus dem Wasser gerettet worden.

Der Fokus der Öffentlichkeit hat sich nun erneut auf die europäische Flüchtlings- und Abschottungspolitik gerichtet. Länder wie Italien, an deren Küste die Flüchtlinge ankommen, können den Ansturm kaum noch bewältigen und sind heillos überfordert. Doch auch Deutschland muss sich fragen lassen, ob der Umgang mit Flüchtlingen hierzulande verantwortungsvoll ist, oder ob sich Deutschland nicht viel stärker engagieren muss.

Können wir derartige Katastrophen verhindern? Welche Schuld trifft uns? Tun wir zu wenig für Flüchtlinge? Oder stößt Deutschland bereits an seine Grenzen?


Darüber spricht Günther Jauch mit seinen Gästen.