18.11.12 | 21:45 Uhr

Unsere Gäste


Margot Käßmann
Ehemalige EKD-Ratsvorsitzende, Patin der ARD-Themenwoche

Margot Käßmann © dapd Fotograf: Roberto Pfeil

Margot Käßmann

Margot Käßmann wuchs mit zwei Schwestern in Marburg auf. Für ihr Theologiestudium ging sie nach Tübingen, Edinburgh, Marburg sowie nach Göttingen und promovierte 1989 an der Ruhr-Universität Bochum. Zu dieser Zeit war sie bereits als Pfarrerin ordiniert und Mitglied des Zentralausschusses des Ökumenischen Rats der Kirchen. Der deutschen Öffentlichkeit wurde Käßmann 1994 als Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags bekannt. Fünf Jahre später wählte die Landeskirche Hannover Käßmann zur Bischöfin. 2009 bis 2010 hatte sie als erste Frau das Amt der EKD-Ratsvorsitzenden inne. Mit ihrem Engagement für ein modernes Kirchenbild hat sich die vierfache Mutter eine große Fangemeinde erschlossen und gehört zu den anerkanntesten und beliebtesten Theologen des Landes. Entsprechend groß war die Anteilnahme, als Käßmann 2006 eine Brustkrebserkrankung öffentlich machte, die sie jedoch überwand.


Wolfgang Bosbach
CDU-Bundestagsabgeordneter

Wolfgang Bosbach © Bosbach/CDU

Wolfgang Bosbach

Wolfgang Bosbach wuchs in Bergisch Gladbach auf. Nach der mittleren Reife machte er eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann und arbeitete als Supermarktleiter für Coop. In dieser Zeit trat Bosbach auch der CDU bei. Einige Jahre später machte Bosbach auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur, studierte Jura und arbeitete als Rechtsanwalt. 1994 wurde der CDU-Politiker erstmals in den Bundestag gewählt und war zwischenzeitlich stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion. Seit 2009 ist er Vorsitzender des Innenausschusses. Bosbach, der eng mit Fritz Roth befreundet ist, hat vor zwei Jahren die Diagnose Prostatakrebs erhalten. Mittlerweile haben sich Knochenmetastasen gebildet. Bosbach weiß nicht, wie lange er dem Krebs standhalten kann – und er will es auch nicht wissen. Ihm ist es wichtig, sein Leben so normal wie möglich zu verbringen und sich weiterhin mit viel Einsatz in der Politik zu engagieren.


Fritz Roth
Bestattungsunternehmer

Fritz Roth

Fritz Roth

Fritz Roth wuchs zusammen mit seinen acht Schwestern auf einem Bauernhof im Rheinland auf. Nach dem Betriebswirtschaftsstudium arbeitete er zunächst als Unternehmensberater. 1983 übernahm Roth das Bestattungsunternehmen Pütz in Bergisch Gladbach, das noch heute unter dem Namen "Pütz-Roth Bestattungen und Trauerbegleitung" firmiert. Roth engagiert sich für einen offenen und angstfreien Umgang mit den tabuisierten Themen Tod und Trauer. In seiner langen Zeit als Bestatter hat er mit unkonventionellen Ideen auf sich aufmerksam gemacht: Er eröffnete den ersten privaten Friedhof in Deutschland und bot Reisen für Trauernde an. Seit einigen Monaten ist Roth persönlich mit dem Tod konfrontiert – im März bekam der 63-Jährige die Diagnose, unheilbar an Krebs erkrankt zu sein und bald sterben zu müssen. Mit unserem Gast Wolfgang Bosbach verbindet ihn eine tiefe Freundschaft.


Bastian Brauns und Katharina Reingen

Bastian Brauns und Katharina Reingen

Bastian Brauns und Katharina Reingen

Bastian Brauns wurde 1987 in Bonn geboren. Nach seinem Abitur absolvierte er ein freiwilliges soziales Jahr, machte Praktika und schrieb sich im Alter von 22 Jahren an der Uni Bonn ein. Noch bevor das Studium richtig begonnen hatte, bekam Brauns die Diagnose: bösartiger Muskelkrebs. Nur wenige Tage später wurde er operiert. Nach einer Chemotherapie sah zunächst alles gut aus – doch der Krebs kam wieder. 2010 musste ein Unterschenkel amputiert werden. Zu diesem Zeitpunkt war Bastian Brauns schon mit seiner Freundin Katharina Reingen zusammen. Die gelernte Physiotherapeutin ist immer an seiner Seite und kämpft gemeinsam mit ihm gegen die tödliche Krankheit. Obwohl Schulmediziner wenige Chancen auf Heilung sehen, geben Bastian Brauns und Katharina Reingen die Hoffnung nicht auf.