22.01.12 | 21:45 Uhr

Unsere Gäste am Sonntag

Am Sonntagabend diskutierte Günther Jauch das Thema der Woche mit Rita Süssmuth, Giovanni di Lorenzo, Wolfgang Kubicki, Anke Domscheit-Berg und Moritz Hunzinger.


Rita Süssmuth, CDU
Ehemalige Bundestagspräsidentin und Bundesfamilienministerin

Rita Süssmuth © dapd Fotograf: Steffi Loos

Rita Süssmuth

Rita Süssmuth war von 1987 bis 2002 Abgeordnete des Deutschen Bundestags, zwischen 1988 und 1998 Bundestagspräsidentin. Sie sagt, das Wichtigste für Politiker sei nicht, keine Fehler zu machen, sondern mit Fehlern richtig umzugehen. Kein Mensch sei fehlerfrei. Rita Süssmuth selbst musste sich in den 1990er Jahren mit dem Vorwurf des Amtsmissbrauchs in der sogenannten Dienstwagenaffäre auseinandersetzen.


Giovanni di Lorenzo
Chefredakteur "Die Zeit"

Giovanni di Lorenzo © ddp Fotograf: David Hecker

Giovanni di Lorenzo

Neben seiner Aufgabe als Chefredakteur bei "Die Zeit" ist di Lorenzo Mitherausgeber des "Tagesspiegel" und moderiert die Talkshow "3 nach 9". Ihm ist es wichtig, dass Medien eine kritische Position gegenüber Politikern einnehmen, ohne dabei als Moralapostel aufzutreten. An Politiker würden extrem hohe Ansprüche gestellt, die kaum zu erfüllen seien.


Wolfgang Kubicki, FDP
Mitglied des Bundesvorstands der Liberalen

Wolfgang Kubicki © dapd Fotograf: Patrick Sinkel

Wolfgang Kubicki

Wolfgang Kubicki ist seit 1992 Abgeordneter im Schleswig-Holsteinischen Landtag und steht dort der FDP-Fraktion vor. Neben seiner politischen Arbeit ist Kubicki als Anwalt tätig. Unter anderem trat er in der VW-Affäre als Verteidiger auf. Bei der Wahl des Bundespräsidenten 2010 stimmte er für Christian Wulff - "aus damaliger Sicht war das eine gute Wahl, aus heutiger Sicht immer noch eine vertretbare."


Anke Domscheit-Berg
Unternehmerin und Aktivistin für freies Internet

Anke Domscheit-Berg  Fotograf: Swetlana Gasetski

Anke Domscheit-Berg

Anke Domscheit-Berg arbeitete drei Jahre lang für das Unternehmen Microsoft, bevor sie sich 2011 als Unternehmensberaterin selbständig machte. Die von ihr gegründete Plattform opengov.me berät insbesondere politische Institutionen und Behörden auf dem Weg zu mehr Transparenz. Gerade Politiker müssten transparenter arbeiten, sagt Domscheit-Berg. Das zeige nicht zuletzt der Fall Wulff.


Moritz Hunzinger
Ehemaliger PR-Berater

Moritz Hunzinger © dpp Fotograf: Michael Latz

Moritz Hunzinger

Bis 2004 arbeitete Moritz Hunzinger als Public-Relations-Berater und vermittelte Kontakte zwischen Politikern, Lobbyisten und Wirtschaftsvertreten. Bekannt wurde er durch seine umstrittene Beratertätigkeit für den damaligen Verteidigungsminister Rudolph Scharping und durch eine private Kreditvergabe an Cem Özdemir. Der Fall Wulff ist für Hunzinger eine Medienkampagne.