11.09.11 | 21:45 Uhr

Zehn Jahre Anti-Terror-Krieg

Das brennende World Trade Center. © imago/GranAngular

Bei den Anschlägen vom 11. September 2001 starben etwa 3.000 Menschen.

Zehn Jahre ist es her, dass islamistische Terroristen Flugzeuge in die beiden Türme des World Trade Centers sowie ins Pentagon steuerten und eine Maschine in Pennsylvania zum Absturz brachten. Bei den Anschlägen starben etwa 3.000 Menschen. Die ganze Welt blickte fassungslos auf die Ereignisse in den USA - einen Terroranschlag dieses Ausmaßes hatte es bis dahin nicht gegeben.

Seitdem gilt der 11. September 2001 als der Tag, der die Welt veränderte: Zahlreiche Staaten befinden sich seit nunmehr zehn Jahren an der Seite der USA im "Krieg gegen den Terrorismus". Auch Deutschland.

Bereits unmittelbar nach den Anschlägen sagte der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder den USA die "uneingeschränkte Solidarität" Deutschlands zu. Wenige Monate später, im Dezember 2001, beschloss der Deutsche Bundestag die Entsendung von Bundeswehrsoldaten nach Afghanistan. Gestützt durch ein Mandat des UN-Sicherheitsrats haben seitdem rund 98.000 deutsche Soldaten im Rahmen der ISAF-Schutztruppe Dienst am Hindukusch geleistet. 52 von ihnen haben den Einsatz nicht überlebt.

Gab es Alternativen?

Bundeswehrsoldat der ISAF-Truppe in Afghanistan © ddp mecom Fotograf: Michael Kappeler

Bundeswehrsoldat der ISAF-Truppe in Afghanistan

Sowohl das UN-Mandat als auch das Mandat des Bundestags sind seit 2001 mehrfach verlängert worden. Während die Bundesregierung stets an der Notwendigkeit des Einsatzes festhielt, ist in der Bevölkerung das Unverständnis über den Krieg am Hindukusch gewachsen. Zwar sollen ab Ende 2011 die derzeit etwa 5.000 stationierten Soldaten aus Afghanistan allmählich abgezogen und der ISAF-Einsatz 2014 beendet werden: Doch welche Erfolge hat der Afghanistan-Krieg gebracht? Gab es Alternativen zur "uneingeschränkten Solidarität" der Regierung Schröder? Haben wir im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus überreagiert?

Diese Fragen diskutierte Günther Jauch mit seinen Gästen.