19.04.15 | 21:45 Uhr

Unsere Gäste


Hans-Peter Friedrich, CSU
Ehemaliger Bundesinnenminister

Hans-Peter Friedrich (CSU)

Hans-Peter Friedrich

Hans-Peter Friedrich wurde 1957 in Naila (Oberfranken) geboren. Nach dem Abitur studierte er Jura und Wirtschaftswissenschaften in München und Augsburg, promovierte 1988 an der Fernuniversität Hagen und arbeitete anschließend für das Wirtschaftsministerium in Bonn und in der Deutschen Botschaft in Washington. 1993 wurde Friedrich, der seit 1973 CSU-Mitglied ist, Referent des damaligen CSU-Landesgruppenchefs Michael Glos, 1998 zog er selbst als Abgeordneter in den Bundestag ein. 2009 übernahm Friedrich den Landesgruppenvorsitz der CSU-Fraktion, 2011 wurde er Nachfolger von Thomas de Maizière als Bundesinnenminister. Im Dezember 2013 übernahm Friedrich das Bundesministerium für Landwirtschaft, trat jedoch im Februar 2014 von seinem Ministeramt zurück. Seither ist er stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.


Heribert Prantl
Mitglied der Chefredaktion „Süddeutsche Zeitung“

Heribert Prantl © dpa/picture allliance

Heribert Prantl

Heribert Prantl wurde 1953 im bayerischen Nittenau, Oberpfalz geboren. Nach dem Abitur studierte er Rechtswissenschaften, Geschichte und Philosophie an der Universität Regensburg. Neben seiner juristischen Ausbildung machte Prantl ein Volontariat unter anderem bei den "Stuttgarter Nachrichten", entschied sich aber zunächst für eine Karriere als Anwalt, Richter und Staatsanwalt. Erst 1988 wechselte Prantl in den Journalismus und wurde Politikredakteur bei der "Süddeutschen Zeitung". Seit 1995 leitet er das Ressort Innenpolitik und ist seit 2011 Mitglied der Chefredaktion der "Süddeutschen Zeitung". Prantl ist Autor zahlreicher Leitartikel und Kommentare zum Thema Flüchtlingspolitik.


Maya Alkhechen
Floh aus Syrien nach Deutschland

Maya Alkhechen © dpa Fotograf: Karlheinz Schindler

Maya Alkhechen

Maya Alkhechen wurde 1983 in Damaskus geboren. Im Alter von sechs Jahren floh sie mit ihrer Familie nach Essen, da ihr Vater in Syrien als politischer Oppositioneller verfolgt wurde. In Deutschland war die Familie nur geduldet und Alkhechen konnte nach dem Abitur weder studieren noch arbeiten. 2006 ging sie daher zurück nach Syrien, wo sie unter anderem als Dolmetscherin arbeitete. Als der Bürgerkrieg ausbrach, floh Alkhechen 2012 erneut aus Syrien – dieses Mal mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern. Die Familie erreichte zunächst Ägypten und reiste von dort aus sieben Tage lang auf einem überfüllten Flüchtlingsboot nach Sizilien. 2013 erreichte Alkhechen Deutschland und ist seither ehrenamtlich bei Pro Asyl tätig.


Roger Köppel
Verleger und Chefredakteur der Schweizer „Weltwoche“

Roger Köppel © dpa/picture alliance

Roger Köppel

Roger Köppel wurde 1965 in Zürich geboren. Nach dem Schulabschluss studierte er Politische Philosophie und Wirtschaftsgeschichte in Zürich und begann parallel seine journalistische Laufbahn bei der „Neuen Zürcher Zeitung“, für die er in unterschiedlichen Ressorts tätig war. 1994 wechselte Köppel als Kulturredakteur zum „Tages-Anzeiger“, wo er sechs Jahre später stellvertretender Chefredakteur wurde. 2001 ging Köppel als Chefredakteur zu „Die Weltwoche“. 2004 wechselte er in der Funktion des Chefredakteurs zur Tageszeitung „Die Welt“ in Berlin. Ende 2006 übernahm Köppel die von ihm neu gegründete Weltwoche Verlags AG und ist dort seither als Verleger und Chefredakteur tätig. Seit 2015 ist Köppel Mitglied der rechtskonservativen Schweizer SVP.


Christian Haase
Sprecher einer Bürgerinitiative in Bautzen

Christian Haase © Haase

Christian Haase

Christian Haase wurde 1947 in Kamenz (Sachsen) geboren. Nach dem Abitur studierte er Maschinenbau in Dresden und promovierte anschließend. Von 1991 bis zu seiner Pensionierung war er bei Esso Deutschland in Sachsen als Fachingenieur tätig. Haase ist Sprecher der Bautzener „Bürgerinitiative Greenpark“, die die Einrichtung und Erweiterung einer Flüchtlingsunterkunft in der Stadt seit November 2014 kritisch begleitet. Das Asylbewerberheim liegt in seiner direkten Nachbarschaft.


Außerdem zu Gast im Studio:

Harald Höppner © i&u TV

Harald Höppner

Harald Höppner
Privatinitiative „Sea Watch“
Gemeinsam mit Freunden und Familie hat Harald Höppner ein altes Fischerboot gekauft und seetauglich gemacht. Ausgerüstet mit Hilfsgütern für 500 Menschen will Höppner sich nun ins Mittelmeer aufmachen, um Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten.