06.04.14 | 21:45 Uhr

Die Rentner der Zukunft – Arbeit statt Ruhestand?

Das Rentenpaket der Großen Koalition hat es in sich: Ab Sommer sollen viele Arbeitnehmer bereits mit 63 Jahren ohne Abzüge in Rente gehen können. Allein 2014, so schätzt die Bundesregierung, werden 200.000 Arbeitnehmer diese Möglichkeit der Frühverrentung in Anspruch nehmen.

Norbert Blüm klebt ein Plakat "Die Rente ist sicher" (Archivbild vom 21.04.1986) © picture-alliance Fotograf: Popp

1986: "Die Rente ist sicher". Doch wie sieht es mit dem heutigen Rentenmodell aus?

Doch das schwarz-rote Rentenvorhaben ist umstritten – nicht zuletzt wegen der Milliardensummen, die die Umsetzung kosten wird. Zudem halten viele Kritiker die Rente mit 63 für das falsche Signal, denn: Anstatt früher in Rente zu gehen, wollen heute viele Senioren länger arbeiten, weil sie sich fit fühlen und nicht aufs Abstellgleis geschoben werden wollen. Andere wiederum müssen länger arbeiten, weil ihre Rente sonst kaum zum Leben reicht.

Die Koppelung des Rentensystems an starre Strukturen und Altersgrenzen scheint angesichts dieser „neuen“ Rentner wenig zeitgemäß. Müsste die Rente der Zukunft nicht flexibler und individueller gestaltet werden?

Sind unser Rentensystem und die Politik der Bundesregierung noch zeitgemäß? Brauchen wir weiterhin starre Altersgrenzen für den Ruhestand? Wie könnte die „flexible Rente“ funktionieren? Wie reagiert die Wirtschaft auf arbeitswillige Ältere?


Darüber diskutiert Günther Jauch am Sonntagabend mit seinen Gästen.