23.11.14 | 21:45 Uhr

Antwort an Putin: Nachgeben oder Härte zeigen?

Selten gibt es so großen Wirbel um ein Interview: Rund sechs Millionen Menschen sahen am vergangenen Sonntag bei GÜNTHER JAUCH das Gespräch mit Wladimir Putin, das bis heute für heftige Diskussionen sorgt. Nicht nur die Zuschauer bewerten das Interview kontrovers, sondern auch die Medien sind sich uneinig in der Analyse. Während die einen Putins Worte für verlogen halten und den Kreml-Chef als große Gefahr ansehen, loben die anderen die klaren Worte des russischen Staatspräsidenten und halten seine Argumente für nachvollziehbar.

Auch die Politik ist sich uneins, wenn es um Putin geht. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) richtete Anfang dieser Woche scharfe Worte an den Kreml-Chef, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) kehrte besorgt von Gesprächen aus Moskau zurück. Der frühere brandenburgische Ministerpräsident und ehemalige SPD-Chef Matthias Platzeck hingegen wirbt für einen versöhnlichen Umgang mit Russland und fordert, die Krim-Frage völkerrechtlich so zu regeln, „dass sie für alle hinnehmbar ist“.

Putin polarisiert wie kaum ein anderer Politiker. Der Konflikt zwischen Russland und dem Westen scheint unlösbar, die Verhandlungen stecken fest, eine Annäherung ist derzeit nicht in Sicht.

Besteht die Gefahr eines neuen Kalten Krieges? Wie sollte der Westen auf Putins Handeln reagieren – nachgiebig oder eisern?

Darüber diskutiert Günther Jauch am Sonntagabend mit seinen Gästen.