23.03.15 | 20:15 Uhr

Wie erkennt man falsche Heiler?

Eine Frau legt Tarotkarten © NDR/beckground tv

Manche halten auch Kartenlegen für Lebensberatung.

An der Pinnwand im Supermarkt, in den Kleinanzeigen der Zeitung und im Internet - immer mehr "Lebensberater" und "spirituelle Heiler" bieten heute ihre Dienste an. Gerade Menschen in schwierigen Lebenssituationen, die sich ansonsten nicht mehr zu helfen wissen, können schnell in die Fänge von selbsternannten Heilern geraten. Ihnen geht es weniger um das Wohlergehen der Hilfesuchenden als um deren Geld. Wie erkennt man diese Scharlatane? Verschiedene Institutionen wie Sekteninformationsstellen und Verbände haben Checklisten mit Kriterien für alternative Heilmethoden, Heiler oder Seminare veröffentlicht. Hier einige der wichtigsten Punkte:

Worauf ist zu achten?

  • Der Heiler/Anbieter darf keine Heilung oder Linderung von Symptomen versprechen.
  • Der Heiler/Anbieter darf nicht von der Zusammenarbeit mit Schulmedizinern und/oder der Einnahme von ärztlich verordneten Medikamenten abraten.
  • Der Heiler/Anbieter sollte sein Vorgehen transparent und informiert über seine Methoden.
  • Der Heiler/Anbieter muss vor der Behandlung deutlich darauf hin, dass dies keinen Besuch beim Arzt ersetzt.
  • Lassen Sie sich über die Ausbildung des Heilers/Anbieters informieren.

Vorsicht ist geboten, wenn:

  • der Heiler/Anbieter unrealistische Versprechungen wie die Heilung von Krebs oder Aids macht.
  • der Heiler/Anbieter keine Kritik oder keinen Widerspruch erlaubt. Er ist Dienstleister und Sie bezahlen diese Person.
  • der Heiler/Anbieter medizinische Diagnosen erstellt.
  • der Heiler /Anbieter Vorauskasse verlangt.
  • der Heiler/Anbieter eine Mindestanzahl an Behandlungen verlangt.
  • der Heiler/Anbieter darauf drängt, Abstand zu Familie und Freunden zu nehmen.

Ausführliche Informationen erhalten Sie unter anderem auf folgenden Webseiten:

Stand: 23.03.15 18:39 Uhr