07.09.15 | 20:15 Uhr

Die Angst vor den Wölfen

Die Angst vor den Wölfen steigt. Die Raubtiere kommen den Menschen immer näher: Sie streifen durch Wohnsiedlungen, werden sogar in der Nähe eines Waldkindergartens gesichtet und reißen immer wieder Schafe und Kälber. Jahrzehntelang war der Wolf in Deutschland ausgerottet. Erst nach dem Mauerfall kehrte er aus Osteuropa zurück und erobert immer neue Lebensräume. Allein in den vergangenen zwei Jahren hat sich die Zahl der Wölfe fast verdoppelt. Heute sollen mehr als 300 überwiegend in Nord- und Ostdeutschland heimisch sein. Naturschützer sind begeistert, doch Jäger und Schäfer warnen: Es sei nur eine Frage der Zeit, bis es im dicht besiedelten Deutschland zu bedrohlichen Begegnungen von Mensch und Wolf käme.

Berechtigte Angst oder geschürte Hysterie?

Reinhold Beckmann trifft Gegner und Befürworter einer Rückkehr des Wolfes, spricht mit Schäfern, Wissenschaftlern und Experten: Müssen wir die Wölfe fürchten? Können wir uns vor ihnen schützen, obwohl sie unter Naturschutz stehen? Werden sie illegal gejagt und erschossen? Und wie viel Wildnis vertragen wir?

Eine Reportage von Reinhold Beckmann und Tom Ockers