Zahlen und Fakten: Frauen, Politik und Quoten

Am 19. Januar 1919 durften Frauen zum ersten Mal in Deutschland an einer reichsweiten Wahl teilnehmen. 82 Prozent von ihnen gaben ihre Stimme ab bei der Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung. Zum ersten Mal standen auch Politikerinnen zur Wahl mit dem Ergebnis, dass sie 37 von 423 Sitze gewinnen konnten, ein Anteil von rund neun Prozent.

Anteil der Ministerinnen im Bund und Ländern und Bürgermeisterinnen © NDR/beckground tv GmbH

Auch dank der Frauenquote ist der Anteil von Frauen in der Politik erheblich gestiegen - von 20,5 Prozent 1990 auf 36,5 Prozent 2013 - zu Beginn der aktuellen Wahlperiode. Auf Bundes- und Landesebenen besetzen Frauen mittlerweile gut 40 Prozent der Ministerposten. Anders sieht es in der Lokalpolitik aus. Nur in jedem zehnten Rathaus amtiert eine Bürgermeisterin.

  • Mehr Zahlen zu Frauen in der Politik: Landesparlamente

  • Mehr Zahlen zu Frauen in der Politik: Bundestagsfraktionen

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Frauenquote und Quorum

Die Parteien in Deutschland gehen unterschiedlich mit dem Thema Frauenförderung und Parität um. Bei den Bundestagsfraktionen ist die Situation folgende:

  • Eine festgelegte Quote von 50 Prozent haben die Grünen und die Linke, wenn es um die Besetzung von Ämtern, Mandaten und Listenplätzen geht.
  • Bei der SPD müssen mindestens 40 Prozent der Mandate und Listenplätze an Frauen vergeben werden.
  • Dagegen hat die CDU ein Quorum, nach dem jeder dritte Listenplatz und ein Drittel der Ämter und Mandate an Frauen vergeben werden soll.
  • Bei der CSU gibt es keine Regelung für Listenplätze. Mandate und Ämter auf Landes- und Bezirksebene sollen zu 40 Prozent von Frauen besetzt werden.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | #Beckmann | 09.05.2017 | 22:45 Uhr