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09.02.2010 | 17:33 Uhr

... sagte bei ANNE WILL

Sendung vom 31.08.2008, 21.45 Uhr

Jean-Claude Juncker

Premierminister von Luxemburg

Jean-Claude Juncker bei ANNE WILL am 31.08.2008 © NDR Fotograf: Wolfgang Borrs
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"Hätte es die Europäische Union und den französischen Staatspräsidenten als amtierenden Ratsvorsitzenden - mit Hilfe der Bundeskanzlerin - nicht gegeben, dann würde immer noch geschossen. Ich hätte gerne, dass Russland klar und deutlich unter Beweis stellt, dass es den Sechs-Punkte-Plan anerkennt, dann brauchen wir nicht lange über Sanktionen reden."

"Das ändert nichts daran, dass Russland auch bei zeitweiligem vielleicht georgischem Fehlverhalten sich außerhalb des Raumes dessen gesetzt hat, wo der gesunde Menschenverstand und die staatspolitische Vernunft untergebracht werden. Was Russland gemacht hat, ist inakzeptabel."

"Ich bin überhaupt nicht der Meinung, dass wir morgen irrsinnig lange Zeit mit Sanktionen gegen Russland verbringen sollten. Das Motto kann nicht sein, Strafaktionen gegen Russland, das Motto muss sein Hilfe für Georgien."


Vladimir Kotenev

Russischer Botschafter in Deutschland

Vladimir Kotenev bei ANNE WILL am 31.08.2008 © NDR Fotograf: Wolfgang Borrs
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"Wir tragen wahrscheinlich auch eine Mitschuld (am bewaffneten Konflikt, Anm.d.Red.), aber diese Schuld ist auf jeden Fall nicht größer als die Schuld der anderen, die diesen Konflikt herbei geführt haben."

"Wir hoffen sehr, dass auch bei unseren europäischen Partnern die Vernunft siegt, denn irgendwelche Sanktionen oder Aussetzen von Verhandlungen über Abkommen über strategische Partnerschaft kann vor allen Dingen nach meiner Auffassung den Europäern schaden."

"Russland ist international nicht isoliert. Russland hat das nie gewollt. Wer spricht jetzt vom Kalten Krieg, kalten Frieden, eisernen Vorhang? Das sind die Erfindungen des Westens, und egal, wie man das nennt, das Ziel ist eins: das Zurückdrängen von einem einst kommunistischen Russland und jetzt wahrscheinlich kapitalistischen Russland."

"Was ist Demokratie? Wir sehen eigentlich jetzt die Variante einer Demokratie seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, die wird immer serviert unter einer Sauce und das ist nicht die italienische, nicht die französische, nicht die japanische, sondern die amerikanische Sauce. Und zuerst schmeckt sie nach vielen Dollars und dann ziemlich sauer."

"Man sagt uns: 'Keine Bange, Ihr werdet eingekreist von einer demokratischen Organisation, der NATO.' Die NATO ist kein Rotary-Club, sie ist eine militärische Organisation."


John Kornblum

Früherer US-Botschafter in Deutschland

John Kornblum bei ANNE WILL am 31.08.2008 © NDR Fotograf: Wolfgang Borrs
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"Wir haben unterschätzt, wie lange und wie schwierig es sein würde, Russland aus der Demütigung des Untergangs des Russischen Reichs zu holen. Jetzt müssen wir alle sehen, dass wir mit Russland zusammenarbeiten müssen, um ihnen verständlich zu machen, dass es keine Gefahr für sie ist, wenn Georgien und die Ukraine demokratisch werden."


Egon Bahr

SPD-Urgestein

Egon Bahr bei ANNE WILL am 31.08.2008 © NDR Fotograf: Wolfgang Borrs
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"Ich weiß nicht ganz genau, wie weit Amerika informiert war von der Absicht Saakaschwilis, in der Nacht loszuschlagen. Wenn sie nicht informiert waren, ist es schlimm genug. Wenn sie informiert waren, war es ja noch schlimmer. Das würde ja bedeuten, dass die Amerikaner nicht imstande sind, Saakaschwili zu bändigen oder zu kontrollieren. Und einen solchen Mann sollen wir in die NATO aufnehmen?"

Fritz Pleitgen

Journalist

Fritz Pleitgen bei ANNE WILL am 31.08.2008 © NDR Fotograf: Wolfgang Borrs
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"Herr Kotenev, dass Sie Saakaschwili als Verbrecher bezeichnen, das ist so etwas, das bei uns hier überhaupt nicht gut ankommt. Er hat Fehler gemacht, aber ich würde ihn nie als Verbrecher bezeichnen. Wenn man auf diesem Niveau spricht, dann wird es schwierig."


Eggert Voscherau

Aufsichtsratsmitglied der Pipeline-Gesellschaft Nord Stream

Eggert Voscherau bei ANNE WILL am 31.08.2008 © NDR Fotograf: Wolfgang Borrs
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"Alle Europäer und Amerikaner werden sich fragen lassen müssen, ob alle genug getan haben, um diesen an der Wand stehenden Konflikt zu verhindern. Viele haben weggeguckt. Und das sind diejenigen, die sich jetzt hinstellen und meinen gute Ratschläge geben zu können."

Abstimmung

Wie geht es weiter mit Russland und dem Westen?

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